Kirschenstadt Witzenhausen
Zurück

Kalbe und Stinksteinwand

auf dem Hohen Meißner

Stinksteinwand auf dem Hohen Meißner im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land. Copyright: Diethard Lindner
Kalbe und Stinksteinwand

In Carl-Christoph Schmieders Frau-Holle-Geschichten verwandelt Frau Holle trunksüchtige Burschen in Kälber und lässt sie dann auf der „Kalbe“ weiden. Vor dem Braunkohletagebau gab es dort wirklich eine große Wiese.

Der Name "Kalbe" lässt sich geologisch erklären: Der Berg kalbt, d. h. große Basaltbrocken brachen vom Plateau ab und türmen sich am Abhang. Oder ganz einfach: kahle Stelle.

Der Aussichtspunkt auf 720 m ü. NHN erreicht man nur zu Fuß vom Frau-Holle-Teich aus über den Kalbepfad, den Eulenstieg sowie den Premiumweg P1 Hoher Meißner.

Kurz unterhalb des Gipfels der Kalbe hat man einen guten Ausblick auf die Stinksteinwand. Bei bestimmten Wetterlagen steigen leicht schweflige, nach “faulen Eiern“ riechende Dämpfe an der Südwestecke des Kalbesees empor.

An der Stinksteinwand schwelt im Untergrund die Kohle. Die Meißnerkohle enthält das Mineral Markasit, das in Verbindung mit Sauerstoff und Feuchtigkeit zerfällt und so viel Oxidationswärme freisetzt, dass es zur Selbstentzündung der Kohle kommen kann. Durch das Vortreiben von Bergwerksstollen kam Sauerstoff hinzu und gelegentlich kam es so zu Schwelbränden. Auch heute wird durch das klüftige Gestein des Basaltes ständig Sauerstoff zugeführt, so dass die Kohle weiter schwelt.

Die Stinksteinwand darf nur im Rahmen von Führungen besucht werden. Der Boden ist hier stelenweise unterhöhlt und kann wegbrechen. 

Kontakt

Anschrift
am Premiumweg P1 Hoher Meißner
37290 Meißner


Ansprechpartner
Geo-Naturpark Frau-Holle-Land
Klosterfreiheit 34 A
37290 Meißner
05657 64499-0

info(at)naturparkfrauholle.land
zur Webseite

Öffnungszeiten

Die Kalbe kann bei Tageslicht bewandert werden. Die Stinksteinwand ist nur im Rahmen von Führungen zu besuchen, Lebensgefahr!

Karte vom Naturpark
Button Unterkunfte anzeigen Kontakt Button

Holles Schaf Shop